04.07.2012 13:36 Alter: 10 yrs

Feuerwehren bereiten sich auf neues Alarmierungs-System vor

Am 1. Juni geht die Integrierte Leitstelle Passau auch für den Landkreis Freyung-Grafenau in Betrieb. Nun heißt es für die Feuerwehren, sich auf diese „neue“ alarmierende Stelle einzustellen.


Der Leiter der ILS Passau, Sebastian Fehrenbach, informierte die Führungskräfte der Landkreisfeuerwehren über die Integrierte Leitstelle und die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren. Als erstes präsentierte Fehrenbach den Aufbau und die Technik der ILS. Vom „Disponentenplatz" bis zur Funktechnik und der Einsatzbearbeitung wurden die Führungsdienstgrade informiert.


Einheitliche Notrufnummer 112
Natürlich müssen sich die Feuerwehren ab dem 1. Juni auf die Neuerungen einstellen. Schließlich wird dann nicht mehr nach Feuerwehren, sondern nach Fahrzeugen, Gerätschaften und Mannschaftsstärke alarmiert. Um dies sicherzustellen, mussten die Führungskräfte der Kreisbrandinspektion ihre „Hausaufgaben“ machen. Die „Stammdaten“ der einzelnen Wehren mussten ermittelt werden. Dann waren die so genannten „Bereichsfolgen“ festzulegen. Das heißt, „wer ist am schnellsten an der Einsatzstelle?“ Aus dieser Festlegung war pro Einsatz eine Reihenfolge einzuteilen. Zum Abschluss der Vorarbeiten mussten noch die 25 Landkreis-Gemeinden in „Bereichszonen“ gezeichnet werden. Hier wurde festgestellt, „wer wo im Einsatz zuständig ist.“ Der Landkreis Freyung-Grafenau hat allein 5500 solcher Zonen.

„Das allein zeigt, welche Arbeit von EDV-Kreisbrandmeister Günther Dengg zu bewältigen war,“ stellte Kreisbrandrat Klaus Fehler fest. Bereits vor einigen Wochen wurden auf KBM-Bereichsebene Probebetriebe durchgeführt, die ohne größere Probleme stattfanden. Nun zeigte „ILS-Chef“ Sebastian Fehrenbach, worauf es bei der Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Leitstelle ankommt. So ist es zum Beispiel unbedingt notwendig, dass die alarmierte Wehr innerhalb von sieben Minuten den „angekommenen Alarm“ mitteilt. Auch ist das „Gerätehaus ausgerückt“, „Einsatzstelle an“ sowie eine kurze „Lagemeldung“ notwendig.

Ein großer Vorteil ist, dass mit dem fachkundigen Disponenten in der ILS der Einsatz bis zum Schluss begleitet wird. Auch auf die Vorteile von „Alarmfaxgeräten und FMS Status der Funkgeräte“ wies Sebastian Fehrenbach hin. Natürlich ist hierzu ein funktionierendes Funksystem notwendig, wovon durch die zur Zeit stattfindende „Funk-Ertüchtigung“ im Landkreis auszugehen ist. Nun startet die Integrierte Leitstelle Passau und für die Feuerwehren im Landkreis beginnt ein neues „Alarmierungszeitalter“, das durch die Einheitliche Notrufnummer 112 für die Bürger große Vorteile bringt.