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25.04.2013 09:36 Alter: 9 yrs

Gefahrgutunfall Straßkirchen

Großeinsatz im Klärwerk Straßkirchen bei Salzweg (Landkreis Passau): 76 Einsatzkräfte von insgesamt acht Feuerwehren rückten am Montag um 13.45 Uhr wegen eines Chemieunfalls aus.


Die Wehren Straßkirchen, Hötzdorf, Hutthurm, Leoprechting, Salzweg, Büchl, Haselbach und die Werksfeuerwehr der ZF waren im Einsatz. Auch Rettungsdienst und Polizei waren vor Ort.

Laut Polizei kam es bei Arbeiten zu einem Leck in einem Chemikalientank. Zwei Klärwärter mussten vorsorglich in das Klinikum Passau gebracht werden. Wie es zu diesem Leck im Tank gekommen ist, wird noch ermittelt.

 

Kreisbrandinspektor Alois Fischl schildert der PNP, wie der Unfall passierte: "Durch ein Leck in einem Behälter mit Phosphorsäure lief die giftige Substanz aus. Ein Klärwärter hat gleich versucht - nur mit einem Handschuh geschützt - das Leck, so gut es ging, abzudichten, damit nicht allzuviel Flüssigkeit austreten konnte. Als die Einsatzkräfte dann eintrafen, haben sie den Behälter provisorisch abgedichtet, und der Gefahrenstoff wurde umgepumpt." Phosphorsäure ist ätzend und wirkt über die Haut, aber auch über die Atemwege. "Zwei Klärwärter, die die giftigen Dämpfe eingeatmet hatten, mussten medizinisch versorgt werden", berichtet Fischl.

Die Einsatzkräfte haben mit Atemschutzgeräten und Chemikalienschutzanzügen gearbeitet. Wie Fischl mitteilt, sei dies kein alltäglicher Einsatz gewesen mit entsprechend hohem Gefährdungspotential. Fachliche Unterstützung sei auch von der Werksfeuerwehr Wacker Burghausen gekommen, die sogleich über die Integrierte Leitstelle (ILS) informiert worden sei, so der Kreisbrandinspektor.

"Das eingeführte Gefahrengutkonzept hat sich bestens bewährt, von der Aufstellung und Ausstattung. Es war ein sehr geordneter Einsatz", bilanziert Fischl. Ursache und Schadenshöhe werden noch ermittelt.

 

Quelle: PNP