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24.06.2013 11:23 Alter: 9 yrs

Große Suchaktion nimmt glückliches Ende

Gut ausgegangen ist eine groß angelegte Suchaktion von Bergwacht, Feuerwehr, Polizei und Rettungshubschrauber am Dienstagnachmittag im Bereich des Großen Rachels.


Gegen 16 Uhr war bei der Integrierten Leitstelle Passau (ILS) der Notruf zweier Wanderinnen eingegangen. Sie waren auf dem Weg von Frauenau zum Rachel gewesen, als eine von ihnen wegen der enormen Hitze gesundheitliche Probleme bekam. Die ILS alarmierte die zuständige Bergwacht Grafenau mit Einsatzleiter Christian Mies. Doch dann gab es Komplikationen, denn die Frauen machten sich eigenständig auf den Rückweg, kamen dabei vom Wanderweg ab und verliefen sich in dem weitläufigen Waldgebiet zwischen Kleinem Rachel und der Trinkwassertalsperre. Weil die Rettungskräfte ständig in telefonischem Kontakt mit den Damen standen, erkannte man schnell den Ernst der Lage. Und als auch noch eine Gewitterfront aufzog, wurde umgehend eine große Suchaktion eingeleitet. Da es sich um einen landkreisübergreifenden Einsatz handelte, wurden unter Federführung der ILS Passau und in enger Abstimmung mit der ILS Straubing Einsatzkräfte aus beiden Bereichen entsandt. Nachdem die herumirrenden Frauen zwischenzeitlich jeden Anhaltspunkt verloren hatten, der Aufschluss über ihren Standort hätte geben können, wurden neben der Bergwacht Grafenau auch die Bergwachten aus Zwiesel und Arnbruck, der Rettungsdienst aus Zwiesel sowie mehrere Feuerwehren alarmiert. Zur Unterstützung der Suche aus der Luft wurde zudem der Rettungshubschrauber Christophorus Europa 3 aus Suben angefordert. Parallel dazu leitete die Polizeieinsatzzentrale in Straubing eine Handyortung ein. Durch eine Konferenzschaltung zwischen den Vermissten, dem Hubschrauber und der ILS Passau konnte der Standort dann relativ rasch eingegrenzt werden. Kurz darauf entdeckte ein Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes die erschöpften Damen und brachte sie zu den Einsatzkräften am Treffpunkt Talsperre. Dort wurden sie vom Notarzt versorgt, eine Wanderin musste zur stationären Behandlung ins Krankenhaus Zwiesel gebracht werden.

 

 

Quelle: PNP – Bayerwaldbote