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12.12.2018 10:30 Alter: 335 days

112-Film feiert „Weltpremiere“

Integrierte Leitstelle Passau präsentiert Unterrichtsfilm am Tag des internationalen Notrufs – Produziert in Fürstenzell. PNP 12.02.2019 Daniela Pledl


„Was tut man, wenn es brennt?“, fragt Grundschullehrerin Karin Holzmann ihre Schüler. Dann klärt sie auf über die wichtigsten Regeln, die fünf „Ws“, wenn man einen Notruf absetzt – die da wären: „Wo ist das Ereignis?“,
„Wer ruft an?“, „Was ist geschehen?“, „Wie viele Betroffene?“ und „Warten auf Rückfragen!“.Die Schüler lauschen aufmerksam. Abblende. Neue Szene.

 

Zwei Wochen später. Vier Kinder bemerken Rauch in der Fürstenzeller Hauptstraße–sie erinnern sich an das Gelernte zurück ... Gestochen scharf und authentisch ist er, der Lehrfilm, den der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung gemeinsammit der Grund- und Mittelschule Fürstenzell/Jägerwirth,
den Feuerwehren und dem Rettungsdienst gedreht hat und gestern, am 11.2., dem „Tag des Notrufs“, in der Integrierten Leitstelle (ILS) Passau präsentierte.

 

OB Jürgen Dupper, Verbandsvorsitzender, begrüßte zur „Weltpremiere“ und zeigte sich überaus begeistert von dem Filmwerk. Konzept und Umsetzung stammen von Markus Kornexl und Fritz Pflugpfeil. Ihnen, aber auchden ILS-Leitern Sebastian Fehrenbach und dessen Stellvertreter Andreas Pillen dankte Dupper herzlich. Es sei von unschätzbaren Wert, schon in den jungen Köpfen die Notrufnummer 112 zu verankern.

 

Der Lehrfilm zum Absetzen eines Notrufs ist laut ILS-Leiter Fehrenbach weitum einzigartig – einen Aufklärungsfilm einer Münchner Berufsfeuerwehr gebe es lediglich aus den 80er Jahren. Einsetzbar ist der knapp acht Minuten  dauernde Clip aus Fürstenzell damit auch weit über Bayern hinaus.

 

„Die Qualität und die Mischung von Information und Action ist sehr gut gelungen“, lobte schließlich Bernhard Wiesmüller vom Staatlichen Schulamt Passau das Filmprojekt und setzte sich ebenfalls für eine solche weitreichende  Verbreitung ein – über die Lehrerschaft in den Unterrichtsstunden, aber auch über (kommunale) Medienzentralen, was Jürgen Dupper ausdrücklichunterstützte.

 

„Aus der Praxis für die Praxis“ ist das Filmprojekt laut ILS-Leiter Fehrenbach geboren. Der Film sei als Ergänzung zum Lehrplan gedacht und ermögliche Lehrern eine unkomplizierte Integration des Themas Notruf in den Unterricht und in die Brandschutzerziehung. Im Film führt eine vergessene Pfanne auf dem Herd zum Brand, ein Mann flüchtet sich auf den Balkon. Er kann dank des Anrufs der Kinder gerettet werden. „Einen Notruf abzusetzen ist kinderleicht“, schlussfolgern die Schüler im Abspann. „Einer der Momente, in denen sich Handys als nützlich erweisen“, fügte Kornexl bei der gestrigen „Weltpremiere“ abschließend hinzu.

 

Der Film ist im Internet unter notruf-grundschule.de zusammen mit weiteren Informationen zum richtigen Absetzen eines Notrufs verfügbar.